Das wäre der Idealfall: Man gebe ein paar Globuli und dann ist das Problem behoben und der Patient hüpft fröhlich aus dem Bett und alles ist sofort wieder in Ordnung.

 

Die Homöopathie kann sehr schnell heilen und es erstaunte mich oft schon selber, wie schnell eine Heilung zustande kommen kann. Es bleibt aber immer abzuschätzen, was man nach der Gabe eines homöopathischen Arzneimittels erwarten kann, also wie schnell eine Veränderung oder gar Heilung erwartet werden kann. In einigen Fällen kann nach einer Gabe sofort ein Prozess der Heilung zu beobachten sein, wohingegen in anderen Fällen nach einer Gabe nichts passiert ist. Dies bedeutet nicht zwingend, dass das Arzneimittel falsch gewählt war. Z.B. Ein Patient liegt seit 4 Tagen mit einer schweren Grippe im Bett. Nach der Fallaufnahme und der Analyse bekommt der Patient z.B. zwei Globuli Gelsemium C30 und wir beobachten keine Veränderung. Sofern wir unser Arzneimittel gut gewählt haben und der Patient keine neuen Symptome entwickelt hat, können wir das Arzneimittel in korrekter Weise wiederholen. Korrekt heisst hier, dass wir zwei Globuli in zwei Deziliter Wasser in einer Flasche auflösen, den Inhalt 10-mal schütteln und diese Arzneilösung den Patienten schluckweise oder löffelweise einnehmen lassen. Vor jedem Gebrauch ist die Arzneilösung wieder 10-mal kräftig zu schütteln. Sobald es dem Patienten besser geht, darf nichts mehr gegeben werden. Erst bei Verschlechterung seines Zustandes nimmt der Patient wieder von der Arzneilösung. Verändert sich auch nach drei Schlucken (nach jeder Gabe ist eine angemessene Zeit abzuwarten) der Arzneilösung nichts, so müssen wir das Arzneimittel wechseln.

Sofern es dem Patienten nach der Gabe der ersten beiden Globuli in irgendeiner Form besser geht (er braucht wirklich nicht gleich aus dem Bett zu hüpfen) wird abgewartet. Sollte es dem Patienten nach der ersten Gabe für kurze Zeit schlechter gehen, so nennt man das eine Erstverschlimmerung (siehe auch: Die richtige Potenz) welche im Normalfall ebenso schnell wie sie kam auch wieder verschwindet. Hier muss also abgewartet werden. Erst bei einer wirklichen Verschlechterung des Zustandes beginnen wir mit der Arzneilösung wie oben beschrieben zu arbeiten. Die Arzneilösung kann im Kühlschrank problemlos vier Tage gelagert werden.

Gibt man dem Patienten immer wieder die Globuli kommt es, gerade bei einem sensiblen Patienten, oft vor, dass dieser dann eine Arzneimittelprüfung macht, also Symptome des Arzneimittels produziert, oder dass die zweite Dosis Globuli den Zustand des Patienten wieder verschlechtert. Um solche Probleme zu vermeiden, hat es sich in der Praxis bewährt , mit der Arzneilösung zu verfahren.

 

Wie viele Globuli?

Geben sie immer nur zwei Globuli. Das genügt wirklich. Es wird nicht besser oder heilt schneller, wenn sie mehr Globuli geben. Sie geben ja auch nicht jemandem 10 Visitenkarten, sondern nur eine damit er die Daten von ihnen hat. Wir geben zwei Globuli, da es eventuell vorkommen kann, dass ein Globulus nicht mit dem Wirkstoff imprägniert war. Das wäre die zweite Visitenkarte, für den Fall, das eine unbedruckt ist.

Bei empfindlichen Patienten habe ich schon heftige Reaktionen beobachtet, nachdem sie zu viele Globuli eingenommen hatten, wohingegen das gleiche Leiden durch die Behandlung mit zwei Globuli problemlos abgelaufen ist. (Siehe hierzu auch das Thema die richtige Potenz)

 

Praxisraum zu vermieten:

für 2 - 2 1/2 Tage

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an der neuen Jonastrasse 38

8640 Rapperswil

 

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